Entstehung:

Die Wurzeln meiner Arbeit oder wie alles begonnen hat.

Mein besonderes Anliegen ist es, die Mathematik aus den Klassenzimmern, den Hörsälen und den Köpfen zu befreien - sie in den Wald, auf die Straße, in den Turnsaal, den ganzen Körper zu bringen. Mein Vorhaben ist es, die Dinge spürbar, begreifbar und erlebbar zu machen.
Die Begegnung mit der Mathematik soll als schöpferischer Akt erlebt werden.

Mein Bestreben ist es, die Grundlagen der Mathematik neu zu sehen, sichtbar zu machen: in Farbe, Form und Klang zu kleiden, und sich in dieser wunderbaren Sprache auszudrücken, und zu finden.

Mathematik, mit all ihren Facetten, zu genießen, und mit reiner Absicht zu erforschen - das sind die Wurzeln und das letztendliche Ziel meiner Arbeit.

Das freie Spiel, das spielerische Forschen, die Freude an der Unendlichkeit der Möglichkeiten, ermöglichen uns diesen umfassenden Zugang.

Der Vorgang des Rechnens ist Bewegung. Ich mache dies sichtbar.
Die Mathematik als eine Geometrie der Liebe!

Matheomatik

Matheomatik ist eine Spielweise der Mathematik, die den ganzen Menschen in Körper Seele und Geist voll einbezieht. Es geht darum, die Mathematik zu einem sinnenfrohen, freudigen Ereignis werden zu lassen, das mit einem frohen, leichten und aufbauenden Gefühl verbunden ist.

Dazu braucht es eine völlig neue Sichtweise von „Lernen“. Die Beschäftigung mit Mathematik soll freiwillig, ohne Bewertungen von außen und ohne vorgegebenen Plan erfolgen, ohne Angst und Druck, denn erst so kann sich Kreativität und echtes Lernen entwickeln.

Matheomatik ereignet sich auf großen Spielplätzen, drinnen wie draußen, die TeilnehmerInnen sind umgeben von Mathematik, und lassen sich von den verschiedenen Themen ansprechen und beschäftigen sich mit frei gewählten Themen. Begleitet werden sie von „Lehrern“, die sich selbst für die Mathematik begeistern und schon sehr viel gespielt haben, die Inhalte schon in sich neu erschaffen haben. Sie unterstützen Prozesse, begleiten eventuell auftauchende Widerstände, und sind da, die Matheomatische Umgebung vorzubereiten.

Die Matheomatische Umgebung

Wie schaut ein vorbereitete Umgebung für Mathematik aus?
Es ist wichtig festzuhalten, dass sich die Umgebung sich laufend ändert, dynamisch mit den Erkenntnissen und Erfahrungen mitwachst.

Mathematik ist die Suche - oder besser: das Finden von Strukturen. Die Verständnisstrukturen bauen sich auf, indem man tut, aktiv wird und am besten mit dem ganzen Körper und mit alles Sinnen.
Wichtig ist das Sensomotorisch- Emotionale, das Operative und das Formal-Abstrakte zu verbinden.

Deshalb gibt es sehr viel Material, mathematisches Spielzeug sozusagen, Holzperlen, Bälle, Stangen, Hütchen, Bretter, große Spielfelder (Matheomatik-Arena, Matheomatik-Stern), Koordinatensystem, Kreise, Körper….
Natürlich gibt es auch Anregungen, Impulse, wie alle Grundrechnungsarten, Wurzelziehen, Gleichungen, ect erarbeitet werden können.
Wichtig ist: eine Fülle an konkreten Erfahrungen mit allen Sinnen und voll körperlich zu machen. So kann sich die Kreativität und der Spieltrieb voll entfalten.

Gesättigt mit diesen Erfahrungen und der aufbauenden, freudigen Emotion, ist dann die formal-abstrakte Phase, ein Genuss.
Ständig gibt es neue „Überraschungen, Aha-Erlebnisse und Einblicke wie wunderbar alles zusammenhängt, wie das Spiel Mathematik funktioniert.

© 2006 by matheomatik

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